Lilith... wenn das "Ich" sich Gehör verschafft.

 

 

In den kommenden Tagen könnten manche Menschen – besonders jene, die Stimmungen und atmosphärische Veränderungen fein wahrnehmen – eine ungewohnte innere Spannung bemerken.

 

Sie zeigt sich oftmals als Müdigkeit oder als diffuses, eher aufwühlendes Gefühl, dass etwas nicht ganz stimmig ist.

 

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Auf den ersten Blick passt diese Empfindung kaum zu der Energie, die derzeit astrologisch mit den vielen Konstellationen im Zeichen Fische verbunden ist.

Fische stehen traditionell für Mitgefühl, Empathie und die Fähigkeit, sich einzufühlen. Sie laden zu Rückzug, Reflexion und zu einem sanfteren Blick auf uns selbst und andere ein.

 

Doch gerade wird diese Qualität „herausgefordert“. Denn gleichzeitig wird eine andere archetypische Kraft aktiviert: Lilith – ein Bild für jene Anteile in uns, die sich nicht anpassen wollen und darauf beharren, sich selbst treu zu bleiben.

 

 

Wenn diese Qualitäten zusammenwirken, entsteht manchmal eine paradoxe Dynamik.

Der Wunsch nach Harmonie und Verständnis trifft auf das Bedürfnis, kompromisslos zum eigenen Standpunkt zu stehen.

 

So kann es passieren, dass wir unsere eigenen Impulse schwer einordnen können. Wir möchten verständnisvoll bleiben, niemanden verletzen, Konflikte vermeiden. 

Gleichzeitig meldet sich im Inneren ein ungezähmter Anteil, der auf seine Integrität pocht und durch Unruhe, Frustration oder Wut signalisiert, dass eine Grenze erreicht ist.

 

 

Wut wird in spirituellen oder sensiblen Kontexten oft missverstanden. Viele Menschen haben gelernt, sie als etwas Unangemessenes oder „Unspirituelles“ zu betrachten. Dabei gehört sie zu den grundlegenden emotionalen Signalen unseres Seins.

Häufig weist sie darauf hin, dass eine Grenze berührt wurde oder dass ein wichtiger innerer Wert nicht ausreichend berücksichtigt wird.

 

Wenn wir versuchen, solche Signale dauerhaft zu übergehen, verschwindet die Energie nicht.

Sie verändert lediglich ihre Richtung.

Statt nach außen zu wirken – etwa durch ein klares Wort oder eine gesetzte Grenze – richtet sie sich nach innen, was unter Fische-Energie häufig passiert. Dann kann sie sich als Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder körperliche Probleme bemerkbar machen.

 

Der Körper übernimmt in solchen Momenten manchmal eine Art „Übersetzungsfunktion“. Er zeigt uns auf seine Weise, dass etwas Aufmerksamkeit braucht.

 

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Die Konstellationen der kommenden Tage kann daher als Einladung verstanden werden, etwas achtsamer hinzuhören: nicht nur auf unsere sanfte, verständnisvolle Seite, sondern auch auf jene inneren Impulse, die Klarheit und Abgrenzung wünschen.

 

Wenn wir beginnen, auch unsere Wut oder Frustration als Information zu betrachten – als Hinweis auf unsere Bedürfnisse und Grenzen – kann sich etwas entspannen. Die Energie muss dann nicht mehr gegen uns arbeiten.

 

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Vielleicht wird aus Müdigkeit ein Hinweis auf notwendige Ruhe. Vielleicht aber zeigt sich hinter der Erschöpfung eine Grenze, die bisher übersehen wurde. Und vielleicht entsteht daraus ein klareres Gefühl dafür, was uns wirklich guttut.

 

 

Fragen, die wir uns stellen könnten:

·       Wo versuchen wir verständnisvoll zu sein, obwohl ein Teil von uns eigentlich eine Grenze spürt?
·       Gibt es hinter einer möglichen Erschöpfung oder „Unlust“ auch unausgesprochene Gefühle, die unser inneres ‚Ich‘ davor schützen wollen, in der Anpassung verloren zu gehen?

·       Was würde sich verändern, wenn wir diese inneren Signale neugierig statt kritisch betrachten?

 

Die Qualität der kommenden Tage liegt genau darin: nicht nur sanft zu sein, sondern auch ehrlich mit uns selbst.

 

Denn Mitgefühl beginnt bei uns selbst – es ehrt unsere Integrität und unsere Grenzen genauso wie unsere Sanftheit. Wahres Mitgefühl schließt uns also immer mit ein – auch unsere klaren und kraftvollen Gefühle, die unsere Selbsttreue schützen. 

Ihre


 

Wirkt vom 14.03.26 bis 17.03.26


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Kommentare: 2
  • #1

    Kati Schiebel (Samstag, 14 März 2026 20:49)

    Hallo liebe Jutta,
    Seit einigen Wochen lese ich Ihre gut formulierten Tages Horoskope und merke von Tag zu Tag wie eindeutig und zutreffend diese sind. Ich weiss nun, wie ich mich abgrenzen kann von den häufigen Beschuldigungen, die meine Mutter mir einredet. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich Schuld daran bin geboren zu sein. Aber leider kann ich nicht aus meiner Haut und es fehlt mir oft das Mitgefühl für mich selbst. Vielen Dank für Ihre aufmunternden Worte. Haben Sie ein schönes Wochenende. Liebe Grüße K.Schiebel

  • #2

    Jutta Briegel (Sonntag, 15 März 2026 10:41)

    Liebe Kati,

    vielen Dank für Ihre lieben Worte. Es bedeutet mir viel zu hören, dass meine Horoskope Sie in Ihrem Alltag begleiten.
    Leider tragen viele Menschen Wunden aus der eigenen Familie mit sich – oft über viele Jahre hinweg. Umso wichtiger ist es, Schritt für Schritt zu lernen, sich abzugrenzen und auch mit sich selbst mitfühlend zu sein. Mitgefühl für sich selbst zu lernen ist ein langer Weg, aber jeder kleine Schritt dorthin zählt.

    Bleiben Sie freundlich zu sich selbst ❤️.
    Ich wünsche Ihnen ebenfalls ein ruhiges und schönes Wochenende.

    Herzliche Grüße
    Jutta